Nachkriegszeit #3 – „Ein einziger Schritt“

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    • Nachkriegszeit #3 – „Ein einziger Schritt“

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      Triphox schlürfte ihren Morgentee, als sie die Zusammenfassung der nächtlichen Simulationen für den Quantenphaseninhibitor las. Sie versuchte sich zu konzentrieren, aber ihre Gedanken kehrten stets zu dem Streit mit ihrem Ehemann zurück, den sie die Nacht zuvor hatte.
      Der langweilige Bericht über die Simulationen machte es nicht besser. Der Quantenphaseninhibitor funktionierte in jeder Simulation genau so wie er sollte. Aber das schien Kal Dano nicht zu genügen. Und es war nicht nur sein Perfektionismus. Er hatte echt Angst vor seiner Technologie.
      Aus gutem Grund. Er hatte den Quantenphaseninhibitor für friedliche Zwecke entworfen. Nämlich für die Neu-Entzündung eines sterbenden Sterns. Aber genau wie das Genesis-Gerät aus dem 23. Jahrhundert kann die Technologie finstere Taten vollbringen, wenn sie in die falschen Hände gerät.
      Kal Dano platzte mit einem breitem Lächeln und guter Laune in das Labor. Es war an diesem Morgen fast zu viel für sie. Aber sie setzte ihr freundlichstes denobulanisches Lächeln auf und sagte: „Guten Morgen, Kal.“
      „Guten Morgen, Triphox. Gibt es Neuigkeiten von den Simulationen?”
      „Alles wie gestern. Und vorgestern. Und vorvorgestern“, seufzte Triphox.
      „Spüre ich da etwa Langeweile? Was ist aus der berühmten denobulanischen Geduld geworden?“, frage Dano mit einem Lächeln.
      „Selbst wir haben unsere Grenzen“, witzelte sie zurück.
      „Nun, dann haben Sie heute Glück. Ich denke, wir sind bereit für einen Feldversuch.“
      „Endlich“, sagte Triphox, „Wo gehen wir hin?“
      „Wir haben Freigabe, den Quantenphaseninhibitor an einem toten Stern im Alpha-Quadranten, nahe dem Tholianischen Raum, zu testen. Das System ist unbewohnt und der Stern ist der perfekte Kandidat für eine Neu-Entzündung.“
      „Tholianischer Raum ... also der Alpha-Quadrant? Lukari ist im Alpha-Quadranten, richtig? Wollen Sie mal vorbeischauen??“, fragte Triphox.
      Nicht heute. Dies ist keine Vergnügungsreise.“
      „Richtig. Ich werde die Instrumente aufs Schiff bringen.“
      „Ich hole den Quantenphaseninhibitor und beginne mit der Integration in die Schiffssysteme.“
      Kal Dano lief den Gang zum Vault entlang. Er berührte den Sensor neben der Tür, der unverzüglich seine DNS prüfte und das Sicherheitsfeld deaktivierte. Die Tür ging auf und er betrat die Vorkammer. Er hielt inne, als ihn die Sensoren nach Nanotechnologie absuchten und seine Gehirnwellen mit den Akten verglichen. Einige Spezies konnten DNS-basierte Scans überlisten, aber Hirnwellenmuster waren schwer zu kopieren.
      Nachdem die Sensoren ihre Tests abgeschlossen hatten, öffnete sich die Tür zur Kammer mit dem Quantenphaseninhibitor. Dano deaktivierte die letzten Sicherheitsvorkehrungen und nahm den Inhibitor an sich.
      Beim Verlassen der Kammer wich er dank seiner Reflexe knapp einem Partikelstrahl aus und zog sich schnell in die Kammer zurück.
      „Das war ein Warnschuss“, sagte eine unbekannte Stimme, „Der nächste Schuss wird Sie töten. Übergeben Sie den Quantenphaseninhibitor und wir lassen Sie leben.“
      Dano schlug auf die Notverriegelung neben der Außentür der Kammer. Aber als sich die Tür schloss, hörte er einen Schuss aus dem Gang und die Tür stoppte, halb geöffnet. Zwei Vorgonen drangen in den Raum ein, ihre Energiewaffen auf ihn gerichtet.
      „Machen Sie keine Schwierigkeiten.“, sagte der weibliche von ihnen.
      Dano dachte verzweifelt an einen Ausweg. Wenn es nur um sein Leben ginge, hätte er es sofort eingetauscht. Aber dann hätten sie immer noch den Inhibitor. Er entschied, dass sein Tod keinen Zweck hätte. Er legte den Inhibitor zögerlich auf den Boden und ging zurück.
      „Heb ihn auf, Boratus“, sagte der weibliche Vorgone und der männliche bewegte sich auf den Inhibitor zu.
      Aus dem Gang kam ein Phaserschuss, der die Pistole des weiblichen Vorgonen wegschoss. Ein zweiter Schuss traf den männlichen Vorgonen ins Bein. Er fiel zur Seite. Der weibliche rannte zu ihr und aktivierte ein Gerät. Beide dematerialisierten sich.
      „Gutes Timing, Triphox“, sagte Kal Dano und kroch unter der Tür in den Gang zurück.
      Aber statt seiner denobulanischen Kollegin stand ein unbekannter Mensch in einer seltsamen Uniform im Gang und steckte seine Pistole weg.
      „Hallo Kal. Mein Name ist Daniels.“